Leitfaden zur Einführung von Mitgliederverwaltung Software im Studio
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Trainingsbetriebe

Teil von Mitgliederverwaltung Software: Anbieter und Funktionen im Überblick

Leitfaden für die Einführung von Mitgliederverwaltung Software

Mitgliederverwaltung Software einführen: Bedarfsanalyse, Anbietervergleich mit Magicline, PerfectGym, Virtuagym, Datenmigration, Schulung und Go-live mit Zeitplan.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zwölf Wochen sind für ein Einzelstudio mit 800 Mitgliedern ein realistischer Rahmen.
  • Kassen, Zutrittsterminals und Buchhaltung vor dem Vertrag prüfen.
  • Testmigration mit Stichproben, zwei Wochen Parallelbetrieb, erst dann das Altsystem abschalten.
  • Förderfähigkeit klären, bevor Sie unterschreiben.

Bedarfsanalyse: Abläufe, Rollen und Schnittstellen

Erfassen Sie zuerst die Abläufe, die heute Zeit kosten: Beitragseinzug, Vertragsverwaltung, Kursbuchung, Zutrittskontrolle, Mitgliederkommunikation. Notieren Sie je Ablauf, wer ihn ausführt, wie lange er dauert und welche Fehler auftreten. Aus dieser Liste entsteht das Lastenheft für die Anbieter.

Schnittstellen vor Vertrag prüfen

  • Kasse anbinden
  • Drehkreuz anbinden
  • Buchungsterminal anbinden
  • Buchhaltung anbinden
  • Website anbinden

Legen Sie fest, welche Systeme angebunden werden müssen: Kasse, Drehkreuz, Buchungsterminal, Buchhaltung, Website. Fehlt eine Schnittstelle, pflegen Sie Daten doppelt. Fragen Sie die Buchhaltung nach Vorgaben für den SEPA-Einzug und die Rezeption nach den zehn häufigsten Handgriffen des Tages.

Prüfen Sie die Zutrittstechnik zuerst. Ein neues Drehkreuz oder Terminal kann teurer werden als die Software selbst. Klären Sie deshalb, ob der Anbieter Ihre vorhandene Hardware unterstützt.

Rechenbeispiel: Lizenzkosten und Einmalkosten

Beispielrechnung mit angenommenen Werten: Bei 800 Mitgliedern und einem Preis von 1,50 Euro je Mitglied und Monat entstehen 1.200 Euro netto im Monat, zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer also 1.428 Euro brutto. Im Jahr sind das 14.400 Euro netto. Dazu kommen einmalige Kosten, etwa für die Datenmigration; rechnen Sie einen Puffer von 15 Prozent ein.

Anbietervergleich: sechs Systeme im Überblick

Fordern Sie von mindestens drei Anbietern ein schriftliches Angebot mit Lizenzmodell, Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und Supportzeiten. Achten Sie darauf, ob pro Mitglied, pro Standort oder pauschal abgerechnet wird.

Anbietervergleich: sechs Systeme

Funktionen

Magicline (Sport Alliance)
Mitglieder, Verträge, Zutritt, App, Abrechnung
PerfectGym
Clubmanagement, Mehrstandortbetrieb
Virtuagym
Mitgliederverwaltung, Trainings-App, Buchungen
EGYM ONE
Trainingssteuerung, Clubsoftware
fitogram (fitogramPRO)
Kursplanung, Buchung, Abrechnung
SEWOBE
Vereins- und Mitgliederverwaltung

Preisinformation

Magicline (Sport Alliance)
Paketpreise auf der Herstellerseite
PerfectGym
individuelles Angebot
Virtuagym
Preis abhängig von der Mitgliederzahl
EGYM ONE
individuelles Angebot
fitogram (fitogramPRO)
individuelle Angebote
SEWOBE
Angebot auf Anfrage

Einschätzung

Magicline (Sport Alliance)
verbreitet im Studiobereich, Preise vergleichsweise transparent
PerfectGym
für größere Clubs mit mehreren Standorten
Virtuagym
Trainingsfunktionen im Vordergrund
EGYM ONE
naheliegend, wenn EGYM-Geräte im Einsatz sind
fitogram (fitogramPRO)
für Studios mit dichtem Kursplan
SEWOBE
für Vereine und gemeinnützige Strukturen

Magicline veröffentlicht seine Abrechnungsvarianten auf der Seite Preise für Mitgliederverwaltung von Magicline; bei PerfectGym, Virtuagym, EGYM ONE, fitogram und SEWOBE ist ein individuelles Angebot üblich.

Bewerten Sie alle Angebote mit derselben Gewichtung, zum Beispiel Funktionsumfang 40 Prozent, Schnittstellen 25 Prozent, Support und Referenzen 20 Prozent, Preis 15 Prozent. Fragen Sie nach zwei Referenzstudios in ähnlicher Größe und nach Nachweisen zur Informationssicherheit.

Fünf Schritte bis zum Go-live

  1. Bedarf erfassenProzesse, Nutzerrollen und Schnittstellen in einem Dokument festhalten.
  2. Anbieter auswählenAngebote vergleichen, Referenzen prüfen, Vertrag und Förderung klären.
  3. Daten migrierenStammdaten, Verträge, Bankverbindungen und Kurshistorien testweise übertragen.
  4. Team schulenRezeption, Kursleitung und Buchhaltung getrennt einweisen.
  5. Go-live fahrenzwei Wochen Parallelbetrieb, danach das Altsystem abschalten.

Benennen Sie je Schritt einen Verantwortlichen und ein Abbruchkriterium. Scheitert die Testmigration, verschieben Sie den Go-live, statt Daten zu verlieren.

Datenmigration, Datenschutz und Schulung

Exportieren Sie die Altdaten vollständig, bevor Sie den Altvertrag kündigen. Prüfen Sie die Übertragung anhand von Stichproben: Vertragsbeginn, Beitragshöhe, Bankverbindung, Kündigungsstatus und Kurshistorien.

Lassen Sie sich Auftragsverarbeitung und Serverstandorte schriftlich bestätigen. Das DIHK-Serviceportal erklärt in Cybersicher: kurz und knapp, welche Basismaßnahmen Betriebe umsetzen sollten.

Planen Sie je Rolle zwei bis drei Stunden Schulung und eine Woche Übungsbetrieb mit Testzugang. Ein Kurzhandbuch mit den zehn häufigsten Handgriffen verkürzt die Einarbeitung.

Zeitplan für zwölf Wochen

WocheAufgabeErgebnis
1 bis 2Bedarfsanalyse, SchnittstellenlisteLastenheft
3 bis 4Angebote einholen, Referenzen prüfenAnbietervorentscheidung
5 bis 6Vertrag, Datenschutz, FörderantragUnterschrift
7 bis 9Datenmigration, Testlaufgeprüfte Datenbank
10 bis 11Schulungen je Rollegeschultes Team
12Go-live mit ParallelbetriebSystemwechsel

Der Zeitplan passt für ein Einzelstudio mit rund 800 Mitgliedern. Bei mehreren Standorten oder einer eigenen App verlängert sich die Migration meist um zwei bis vier Wochen.

Klären Sie vor der Unterschrift, ob die Investition förderfähig ist. Die KfW-Förderung für Innovation und Digitalisierung bündelt Programme für digitale Vorhaben von Unternehmen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Einführung einer Mitgliederverwaltungssoftware?

Für ein Studio mit einem Standort sind acht bis zwölf Wochen üblich. Entscheidend sind die Schnittstellen zu Kasse und Zutritt sowie der Zustand der Altdaten.

Was kostet die Umstellung?

Neben der monatlichen Lizenz fallen einmalige Kosten für Datenmigration und Schnittstellen an. Holen Sie drei Angebote ein und kalkulieren Sie einen Puffer von 15 Prozent.

Welche Systeme sollte ich vergleichen?

Mindestens drei Anbieter aus Ihrer Größenklasse, etwa Magicline, PerfectGym, Virtuagym, EGYM ONE, fitogram oder SEWOBE.

Welche Daten müssen migriert werden?

Mitgliederstammdaten, Verträge, Beitragsdaten, Bankverbindungen und Kurshistorien. Prüfen Sie jede Datenart anhand von Stichproben.

Wann sollte das Team geschult werden?

Vor dem Go-live. Zwei bis drei Stunden je Rolle reichen, wenn Handbuch und Testzugang bereitstehen.

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